Herbstzeit in Georgien.

Den goldenen Oktober in Georgien verbringen. Wunderschönes Wetter, bunte Wälder, Brunftzeit und natürlich wieder viel Reiten.

Zuerst Viehtrieb. Die Pferde werden jedes Jahr am 1. Oktober von der Bergregion Tuschetien nach Shiraki getrieben, das Winterquartier der Hirten und ihrer Tiere. Fünf Tage geht diese Reise, oben über den auf 2970 Meter hohen Abano Pass. Ein wildes Treiben an Schafen, Kühen, Ziegen und Pferden mit ihren Hirten und Hunden. Wir durften als Touristen auf Pferden dieses Abenteuer als echte Cowgirls und Cowboys begleiten. 

Ein echtes Abenteuer! Jeden Tag Stunden im Trab und Galopp die vielen Tiere antreiben, für mich eine große Herausforderung als Reitanfängerin. Viel Schweiß und Blut hat es mich gekostet, aber Lohnenswert! Dieses wilde Gefühl, verbunden mit dem Pferd, dieses Geräusch des trampelns der vielen Hufe. Da kam ein Rhythmus auf, eine Gruppendynamik, in dieser weiten, heißen, stillen Landschaft. Und von hinten kam immer wieder Chu Chu, was die Guides rufen um ihre Pferde voranzutreiben. Abends Übernachtung im Zelt und super umsorgt von Soso und Auto, unseren beiden liebenswerten Guides. Anschließend waren wir drei Deutschen noch 2 Tage bei Soso in Shiraki wo wir die Stille genossen haben in dieser weiten Steppenlandschaft.

Marelisi. Nach einer Pause in Tbilisi bin ich alleine mit dem Bummelzug auf nach Marelisi, wo meine Liebe zu Georgien vor fünf Jahren so richtig begann. Dort wieder im schönen Marelisi Guesthouse. Am nächsten Tag gleich ein Pferd gemietet und wunderschöne Touren durch den Bordjomi Nationalpark gemacht. Übernachtet im Shelter, einer einfachen Holzhütte. Natürlich wieder Chacha und Picknick mit Freunden, Guides und Rangern und abends völlig müde in meinen gemütlichen Schlafsack. Das waren tolle Tage in wunderschönster Natur und tief verbunden mit Mutter Erde. Auf bald, im Frühling komme ich wieder!

Vashlovani Nationalpark. Wieder erst einmal einen Tag Tbilisi bei meiner Freundin Ekatharina, Wäsche waschen, nett plaudern, lecker essen. Von da bin ich mit dem Marschrutka (Bus) nach Lagodekhi, treffen mit Ira und Soso, toll. Ganz früh morgens auf zum Viehbasar, wir wollten Pferden kaufen. Ein tolles Erlebnis, aber nicht ganz die richtigen Pferde für uns dabei. Schade, aber wie es das Leben wollte, 3 Tage später ein Anruf das 4 neue Pferde direkt aus den Bergen zu uns kommen. Also bald noch mal nach Georgien, um „mein“ Pferd auszuprobieren. Was für eine Freude.

Und dann ging es nochmal in die Steppenlandschaft von Schiraki. Reiten und nochmal Reiten, einfach nur wow! Diese weite, stille Landschaft lädt so ein zum Galoppieren, was macht das Spaß. Jeden Tag ein anderes Pferd, immer etwas schneller. Pure Glückseligkeit und die Liebe zu Pferden wächst in mir von Tag zu Tag. Bei Soso dürfen diese frei herumlaufen, das ist echt natürlich. Abends gemeinsam Kochen, georgischen Wein und dann ab in mein kleines grünes Zelt.

Froh es genossen zu haben mit so lieben Menschen und Tieren merkte ich nun auch die Sehnsucht nach Hause zu meinem Wolfgang. Hier so auf meinem Sofa, nachfühlend die Zeit, draußen noch so tolles Wetter am 1. November. Die Rosen blühen in unserem Garten. Wolfgang pflegt den Wallnussbaum, der so reich getragen hat, da fühle ich mich reich beschenkt vom Leben.

 

Im März könnt ihr mitkommen nach Vashlovani zum Reiten.

Kuck mal unter http://www.wildes-zeug.de